Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Holenbrunn

Leider sind die Unterlagen über die Feuerwehr im Jahre 1945 bei der Plünderung des Gemeindeamtszimmers durch Ausländer mit in Verlust geraten.


Wir müssen uns also auf die geretteten Niederschriften der Gemeinderatssitzungen stützen.


Die Neuanlegung eines Verzeichnisses am 22.1.1877 der zur Freiwilligen Feuerwehr gehörenden Männer war Anlaß, im Jahre 1977 das 100-jährige Bestehen zu feiern. Es muß jedoch bereits im Jahre 1861 eine Löschmannschaft bestanden haben, denn damals wurden von der Gemeinde 10 Löscheimer angeschafft.

 

Am 19.01.1862 faßten die heimatberechtigten Bürger den Beschluß, für jede Ortschaft eine Handfeuerspritze zu besorgen, wie sie der Müllermeister Krippner besaß. Von der Anschaffung einer Feuerkunst um 230 Gulden wurde jedoch abgesehen. Erst 1876 wurde eine Gespannfahrspritze gekauft und im Flachsdörrofen untergestellt. Sie wurde am 20. Juli 1952 im Festzug mitgeführt und zum letzten Male gesehen.

 

Bei dem Scheuenbrand im Jahre 1880 in Hauenreuth Hausnummer 1 war es nur wenigen mutigen Männern und der neu angeschafften Feuerkunst zu verdanken, daß das Wohngebäude erhalten blieb.

 

Der Gemeindeausschuß hat 1882 die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr anerkannt und genehmigt.

 

Es waren keine drei Jahre vergangen, am 02. Juli 1883 mußte wieder in Hauenreuth die Löschmaschine eingesetzt werden. Innerhalb zweieinhalb Stunden brannten die mit Stroh gedeckten Gebäude der Anwesen Nr. 10 bis 18 nieder. Es war dies wohl der schwerste Schlag für die Gemeinde seit dem 30-jährigen Krieg.

 

1885 wurde dem Ökonom Wunschel in Juliushammer genehmigt, eine eigene Feuerwehr mit seinem Personal zu bilden; für Uniform und Ausrüstung kam er selbst auf.

 

Hauptlehrer Georg Bayer legte im April 1900 als Vorstand ein Verzeichnis an, wonach 54 Männer der Feuerwehr angehörten.

 

Im Jahre 1913 brannten Scheune und Schupfen in Wintersberg Nr. 5 nieder, um im Kriegsjahr 1917 wurde durch Blitzschlag die Scheune der Schneckenmühle vernichtet.

 

Für die Bezirkskraftspritze leistet unsere Gemeinde im Jahre 1922 einen Zuschuß von 2000 Mark.

 

Bereits 1926 konnte für Hauenreuth eine Motorspritze angeschafft werden, die bei den Bränden in Thiersheim, Wampen, Thölau, Göpfersgrün, Bernstein und Sinatengrün eingesetzt wurde. Sie hat wohl besonders in den zwanziger Jahren einen sehr guten Dienst erwiesen, denn sie war ja die erste in der Nähe. Am 22.12. 1926 wurde für Hauenreuth eine eigene Wehr gegründet, die aber während des dritten Reiches der Holenbrunner Wehr als Löschzug angegliedert wurde.

 

Aufgrund des ersten urkundlichen Nachweises aus dem Jahre 1877 wurde im Jahre 1927 das 50-jährige Bestehen gefeiert.

 

Der erste Kommandant August Reihl führte die Wehr in Hauenreuth über 20 Jahre an.

 

Den Scheuenbrand in Wintersreuth Nr. 4 im Jahre 1931 bekämpften beide Wehren, dadurch wurde das Wohnhaus gerettet.

 

Im Jahre 1931 wurde der Beschluß gefaßt, auch für Holenbrunn eine Motorspritze anzuschaffen. Aber erst 1936 wurde der Plan verwirklicht.

 

Die in den Jahren 1936 und 1948 eingeführten Pflichtfeuerwehren gingen immer wieder in der Freiwilligen auf.

 

Die Feuerwehr bekämpfte 1948 einen Werkstattbrand, 1950 einen Garagenbrand und 1956 wieder einen Werkstattbrand in Holenbrunn. 1953 wurde durch einen Blitzschlag die Scheune des Anwesens Wintersberg Nr. 6 eingeäschert, aber dank dem Einsatz mehrerer Wehren konnte das Feuer nicht auf das Wohnhaus übergreifen. Auch bei dem Brand einer Schreinereibaracke im Jahre 1954 konnte weiterer Schaden verhindert werden. Der Unterbringungsraum der TS 8 wurde für einen Schulklassenausbau benötigt, so daß im Jahre 1955 ein neues Gerätehaus gleich für ein LF 8 passend in Holenbrunn und im gleichen Jahr ein Gerätehaus in Hauenreuth errichtet werden mußten. Im darauffolgenden Jahr wurden eine neue TS 8 für Hauenreuth und im Jahre 1958 ein LF 8 für Holenbrunn angeschafft, das zur Bekämpfung des Fabrikbrandes im Januar 1959 erstmals eingesetzt wurde.

 

In Holenbrunn war von 1909 bis 1932 Johann Wolf Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Im Jahre 1980 wurde ein neues LF8 mit verbesserter Ausrüstung für die Gemeinde Holenbrunn angeschafft. Die Einsätze die mit diesem Fahrzeug bewältigt wurden, sind leider nicht mehr nachvollziehbar. Im Schnitt wurden jährlich ca. 12 Einsätze inclusive Hilfeleistungen gefahren. Zusätzlich kommen noch für jedes Jahr 10 Übungen, davon 2 mit Atemschutz dazu.

 

Es ist soweit .... unser LF8 hat ausgedient. Nach langem Beantragen bekommt die Feuerwehr im Jahre 2006 endlich ein neues Tanklöschfarzeug LF 10/6 der Marke Iveco Magirus. Da dieses neue Fahrzeug nicht mehr ins bestehende Feuerwehrhaus passt, muß in Holenbrunn 2006 auch ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Dieses wird, bis auf die Aussenanlagen, die im Zuge der Dorferneuerung 2007 mit gebaut werden sollen, auch noch fertig gestellt. Somit konnte das neue Fahrzeug samt Mannschaft im November 2006 einziehen.

 

07.10.2007 Offizielle Fahrzeugweihe des neuen LF10/6 und Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses.

 
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